Oktober 1st, 2011

Reisekrankenversicherung

Für Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung besteht kein Versicherungsschutz in außereuropäischen Ländern im Falle eines Unfalles oder im Krankheitsfall. Sie ergänzt somit den gesetzlichen wie auch den allgemeinen Krankenversicherungsschutz auf Ihrer Auslandsreise.

Als gesetzlich Versicherter bekommen Sie heute nicht alle medizinischen Kosten und Auslagen im Ausland von Ihrer Krankenkasse ersetzt, oft müssen Sie vor Ort tief in die Tasche greifen und erhalten von Ihrer Krankenkasse nur einen Anteil oder überhaupt keine Zuzahlungen.

Besonders bei längeren Aufenthalten im Ausland ist die Reisekrankenversicherung besonders wichtig. Die Beitragshöhe ergibt sich bei längeren Aufenthalten aus der Anzahl der Reisetage. Ein Abschluss ist je nach Versicherer bis zu 60 Monaten möglich.

Wer ist versichert ….

Jeder kann sich versichern. Das maximale Eintrittsalter ist jedoch bei den Gesellschaften unterschiedlich. Bis zum Eintrittsalter von 80 Jahren ist möglich.

In den Ländern der EG in dem ein Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland geschlossen wurde wird der Auslandskrankenschein anerkannt. Gesetzlich Krankenversicherte sind somit in der Regel kaum oder gar nicht versichert. Behandelnde Ärzte stellen oft Kostenrechnungen die weit über den erstattungsfähigen Kosten einer gesetzlichen Kasse liegen.

Im außereuropäischen Ausland haben gesetzlich Versicherte überhaupt keinen Versicherungsschutz.

Freiwillig Versicherte sind versichert, sollten sich aber vor Abreise informieren, da oft keine Weltdeckung besteht und sehr kostenträchtige Länder wie USA vom Versicherungsschutz ausgeschlossen sind. Trotz Allem ist auch für diesen Personenkreis eine Auslandsreisekrankenversicherung interessant, denn Sie schützen gegebenenfalls ihre Beitragsrückvergütung oder bleiben durch einen vereinbarten Selbstbehalt schlussendlich nicht doch noch auf den Behandlungskosten im Ausland sitzen. Ein Krankenrücktransport muss in der Regel immer über eine zusätzliche Reisekostenversicherung abgedeckt werden.

Gleiches gilt für privat versicherte Beamte. Die Beihilfeversicherung übernimmt keine Kosten für einen Krankenrücktransport. Kosten die durch ärztliche Behandlung im Ausland entstanden sind, werden nur zu den in Deutschland geltenden Gebührensätzen erstattet. So bleiben Sie oft auf einen Teil oder sogar den kompletten Kosten sitzen.